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Martin Kuratli

54, ist Gemeindeschreiber von Flims GR, Fan der Inside Laax-App und der Gemeindelösungen von Abraxas, Kunde seit 1986

Die Digitalisierung macht uns als Gemeindeverwaltung transparenter.

Wo und wie sind sie beruflich und privat «digital»?

Martin Kuratli: Beruflich natürlich im Bereich der elektronischen Geschäftsverwaltung, wo Flims ja auch Kunde der Abraxas ist. Dann aber auch – sowohl privat als auch beruflich – mit der App Inside Laax, entwickelt von der Weissen Arena AG. Besucher der Destination Flims Laax können hier alle Dienstleistungen per Klick abrufen: Pistenzustand, zurückgelegte Höhenmeter, gefahrene Bahnen, Eintritte, Reservationen in Restaurants etc. Etwas was brauchbar und nützlich ist, weil es die Bedürfnisse der Nutzer abgeholt hat. Dank einer in Entwicklung stehenden digitalen Gästekarte können dann die Nutzer einen Bonus, z.B. in Form von Vergünstigungen erhalten. Privat digital bin ich auch mit der Parking App unterwegs. Wenn man es benötigt, ist das Münz zum Parkieren ja sowieso nicht da.

Welchen Nutzen sehen Sie in der Digitalisierung?

Kuratli: Prozesse und Abläufe sind schlanker. Die Zusammenarbeit mit anderen Verwaltungen, Partnern und Kunden ist einfacher und schneller. Ausserdem können wir so den Vorwurf der Intransparenz entkräften, welcher Verwaltungen immer wieder mal gemacht wird. Unsere Abläufe sind Punkt für Punkt dank der Digitalisierung strukturierter und nachvollziehbarer. Die Digitalisierung macht uns als Gemeindeverwaltung transparenter.

Sehen Sie Herausforderungen bei der Digitalisierung und wie begegnen Sie diesen?

Kuratli: Die Angst vor der Digitalisierung ist sicherlich da. Dass Arbeitsplätze für weniger gut ausgebildete Personen verschwinden. Das ist eine grosse Herausforderung für unsere Gesellschaft. Wir als Gemeinde setzen hier stark auf Aus- und Weiterbildungen. Wir setzen uns ein, dass unser Personal die Möglichkeit hat, einer sinnvollen Tätigkeit nachgehen zu können. Denn den klassischen Verwaltungspöstler von früher wird es bald nicht mehr geben.

Wohin entwickelt sich unsere digitale Gesellschaft?

Kuratli: Ich hoffe, dass die positiven Seiten überwiegen. Für die Verwaltung ist Digitalisierung sicher eine gute Sache. Wir können unsere Dienstleistungen noch weiter optimieren und speditiver werden. Da haben wir sicher noch Luft nach oben. Wir müssen unsere Kunden bei ihren Bedürfnissen abholen und ihnen einen Mehrwert bieten. Auf der anderen Seite dürfen wir nicht Sklave von Tablet und Smartphone werden. Die Digitalisierung ist Fluch und Segen zugleich. Wir müssen dafür sorgen, dass der gesunde Menschenverstand nicht hinter den digitalen «Apparätli» verloren geht.

Was sind Ihre Wünsche an die Digitalisierung der Gesellschaft?

Kuratli: Ich habe – wie im Märchen – drei Wünsche: Erstens soll Digitalisierung ein reines Hilfsmittel sein, welches uns unterstützt. Für mich ist es soziale Verarmung, wenn man nur noch digital miteinander kommuniziert und nicht mehr miteinander redet. Zweitens muss eine digitale Gesellschaft weiterhin Platz bieten für weniger ausgebildete Personen. Drittens wünsche ich mir einen Datenschutz mit Augenmass. Wenn ich sehe, wie im kommerziellen Bereich – Stichwort Punktekarten – mit Daten umgegangen wird und auf der anderen Seite, welche teilweise sinnlosen gesetzlichen Vorgaben wir im Verwaltungsbereich befolgen müssen. Die Daten müssen – in Massen – auch gebraucht werden können, damit sie einen Nutzen haben.