Drei Takeaways
Mehr Code bedeutet nicht automatisch mehr Fortschritt.
Generative KI kann Software schneller erzeugen. Damit steigt aber auch die Gefahr, dass Systeme komplexer werden, ohne dass das Verständnis im gleichen Tempo mitwächst. Simon spricht hier von «Cognitive Debt»: Software funktioniert zwar, doch immer weniger Menschen verstehen ihre Zusammenhänge und Abhängigkeiten.
Der Engpass verschiebt sich von der Umsetzung zur Beurteilung.
Wenn KI Änderungen in kurzer Zeit umsetzen kann, werden andere Fähigkeiten knapp: Ergebnisse verifizieren, Risiken einschätzen und technische Entscheidungen mit Blick auf das Gesamtsystem treffen. Menschliche Expertise verliert damit nicht an Bedeutung, sondern ihr Schwerpunkt verändert sich.
Beherrschbarkeit ist genauso wichtig wie Systemstabilität.
Dass ein System heute stabil funktioniert, ist Voraussetzung. Ebenso wichtig wird je länger denn mehr, ob verantwortliche Teams es verstehen, sicher verändern und bei Problemen wieder in einen stabilen Zustand zurückführen können. Gerade mit zunehmendem KI-Einsatz wird diese Veränderbarkeit zu einem wichtigen Qualitätsmerkmal.
Was bedeutet das für Software Excellence?
Simons zentrale These: Wenn die Erzeugung von Software immer weniger zur knappen Ressource wird, gewinnen Verständnis, Verifikation und Entscheidungsfähigkeit an Bedeutung. Was daraus für Engineering-Organisationen, den Umgang mit Wissen und die Arbeit an bestehenden Systemen folgt, erfahren Sie im vollständigen Gastbeitrag.