Dank Abraxas ABACUS zur eigenständig geführten, digital unterstützten HR-Administration. (Video: Tim Wicki / On Air AG)
Wenn bei der Rettung St. Gallen ein Einsatz ausgelöst wird, zählt jede Minute. Was dabei oft unsichtbar bleibt: Auch im Hintergrund muss alles exakt zusammenspielen – bis hin zur Lohnabrechnung.
Wenn der Alltag im Schichtbetrieb läuft
Denn der Alltag der Organisation folgt keinem klassischen Büro-Rhythmus. Rund 220 Mitarbeitende arbeiten im 24-Stunden-Schichtbetrieb, mit Nacht- und Wochenendzulagen, unterschiedlichen Arbeitsmodellen und variierenden Einsatzzeiten. Die Grundlage dafür liefert ein externes Dienstplansystem. Monat für Monat entstehen so rund 600 lohnrelevante Werte, die korrekt verarbeitet werden müssen.
Mit der Verselbstständigung zur Aktiengesellschaft im Jahr 2023 verschärfte sich diese Ausgangslage zusätzlich. Die Rettung St. Gallen wechselte vom öffentlichen Recht ins Privatrecht – und übernahm ihre HR-Prozesse vollständig selbst. Strukturen, die zuvor eingebettet waren, mussten neu gedacht und aufgebaut werden. Schnell wurde klar: Ohne ein integriertes System lassen sich diese Anforderungen nicht nachhaltig bewältigen.
Wenn Systeme miteinander sprechen müssen
Gemeinsam mit Abraxas führte die Rettung St. Gallen Abacus ERP ein. Herzstück der Lösung ist eine spezifische Schnittstelle zum bestehenden Dienstplansystem. Sie sorgt dafür, dass die zahlreichen Lohnwerte automatisiert ins ERP-System gelangen – korrekt zugeordnet und ohne Medienbrüche. Gleichzeitig wurden zentrale HR-Prozesse digitalisiert und in einer einheitlichen Systemlandschaft zusammengeführt.
«Der grösste Vorteil ist, dass wir unsere HR-Prozesse selbst steuern können und direkten Zugriff auf das System haben.»
Für Celia Mosberger, Leiterin HR, bringt das vor allem eines: Handlungsspielraum. «Der grösste Vorteil ist, dass wir unsere HR-Prozesse selbst steuern können und direkten Zugriff auf das System haben», sagt sie. Doch der Weg dorthin war anspruchsvoll. Die ERP-Einführung fiel in eine Phase, in der die HR-Organisation parallel neu aufgebaut wurde. Prozesse mussten definiert, Anforderungen geklärt und Schnittstellen präzise abgestimmt werden – während der Betrieb weiterlief.
Wenn Komplexität, sich rechnen muss
Umso wichtiger war die Zusammenarbeit im Projekt. «Die Abraxas-Berater waren zuverlässig und immer erreichbar – fachlich wie menschlich eine grosse Unterstützung», so Mosberger.
Heute arbeitet die Rettung St. Gallen mit einer Lösung, die zur eigenen Realität passt: komplex, vernetzt und auf einen Betrieb ausgelegt, der rund um die Uhr funktioniert. HR-Prozesse lassen sich gezielt steuern, Daten stehen direkt zur Verfügung, und die Lohnverarbeitung läuft stabil im Hintergrund.
Oder anders gesagt: Während draussen Einsätze gefahren werden, sorgt das System drinnen dafür, dass auch am Monatsende alles stimmt.