Die Digitalisierung der Bundesverwaltung zeigt sich auch beim Personal. Während die Zahl der Vollzeitstellen beim Bund seit 2007 insgesamt um 22 % auf 39'202 gestiegen ist, fällt die Entwicklung beim BIT besonders deutlich aus: Seit 2020 hat dessen Stellenbestand um mehr als 45 % zugenommen.
Mehr IT-Personal, aber nicht alle Stellen sind neu
Ein wesentlicher Teil dieses Wachstums ist auf organisatorische Verschiebungen innerhalb der Bundesverwaltung zurückzuführen. So hat das BIT seit März 2023 die Verwaltungsinformatik des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) übernommen. Rund zwei Drittel der insgesamt 487 zusätzlichen Stellen beim BIT stammen aus diesem Transfer.
Gleichzeitig macht die Entwicklung deutlich, welchen Stellenwert die Informatik für die Bundesverwaltung inzwischen hat. Als grösster IT-Leistungserbringer des Bundes stellt das BIT rund 50’000 Arbeitsplatzsysteme bereit und betreibt über 1’000 Fachanwendungen.
Digitalisierung braucht Fachkräfte
Während politisch über den Ausbau der Bundesverwaltung und mögliche Effizienzgewinne durch Digitalisierung diskutiert wird, zeigt die Entwicklung beim BIT, dass Digitalisierung zunächst entsprechende Kompetenzen und Ressourcen benötigt. Systeme müssen entwickelt, modernisiert, betrieben und geschützt werden. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Datenschutz und Informationssicherheit. Neue digitale Dienstleistungen kommen ebenfalls laufend hinzu.
Die 45 % stehen damit nicht nur für Personalwachstum, sondern sie machen deutlich, dass die digitale Transformation längst auch eine Ressourcenfrage geworden ist. Wer den Service public digital weiterentwickeln will, muss in die dafür notwendigen Kompetenzen investieren und kann sich langfristig über Effizienzgewinne freuen.