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Die Digitalisierung der Natur

Zwischen Feuer und Menschheit besteht ein uraltes Band. Kein Wunder, fühlen sich Menschen von der knisternden Wohligkeit eines Lagerfeuers angezogen. Selbst wenn es sich um eine rein technologisch gesteuerte Installation wie BONFIRE handelt, die in der Ausstellung Dark Matters in Berlin zu sehen ist.

Von Gregor Patorski · 18. Juli 2022

Die Installation des deutschen Lichtkünstlers Christopher Bauder nutzt modernste Technologie, um eine archaische Einrichtung zu simulieren – das Lagerfeuer. Die digitale Technik erzeugt die Illusion, mit anderen Menschen an einem lodernden Lagerfeuer zu sitzen. Das warme orange-rote Licht, flackernd und doch beruhigend, erinnert an die speziellen Momente in der Natur, abseits des hektischen Alltags, abseits von News und Social Media, von Computer und Handy…

Und nichts ist natürlich an der komplexen Lichtinstallation. Ein Beispiel dafür, wie weit sich heute auch die natürlichsten Dinge digital simulieren lassen. Mit BONFIRE hinterfragt Christoph Bauder das Verhalten der Menschen gegenüber der Natur: Sie zerstören sie und haben dann das Bedürfnis – und auch die Möglichkeit –, sie als Simulation mit Hilfe der Technik kontrollierbar zurückzubringen.

BONFIRE besteht aus einer 5m hohen, dreidimensionalen Anordnung von 162 Lichtelementen mit über 20.000 einzeln ansteuerbaren Lichtpunkten. Foto: Ralph Larmann
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