«Nicht unabhängig, sondern handlungsfähig»

Digitale Souveränität wird häufig mit Unabhängigkeit gleichgesetzt. Im Betrieb zeigt sich jedoch ein differenzierteres Bild. Aus Sicht von Abraxas – basierend auf der Erfahrung von Urs Schlatter, Leiter IT-Service Portfolio – ist nicht Unabhängigkeit entscheidend, sondern die Fähigkeit, auch unter veränderten Bedingungen handlungsfähig zu bleiben.

Von Urs Schlatter, Leiter IT-Service Portfolio bei Abraxas · 27. Mai 2026

Digitale Souveränität ist längst Teil des öffentlichen Dialogs. Bund, Behörden und Verwaltungen greifen das Thema auf – nicht, weil es gelöst wäre, sondern weil Abhängigkeiten im digitalen Raum zunehmend sichtbar werden. Souveränität beschreibt dabei weniger einen Zustand als eine zentrale Frage staatlicher  Handlungsfähigkeit unter sich wandelnden Rahmenbedingungen.

Die Diskussion wird oft von der Idee der Autarkie geprägt. Abraxas setzt einen anderen Fokus: Nicht die Vermeidung, sondern die bewusste Gestaltung von Abhängigkeiten steht im Zentrum. Entscheidend ist, wie sie im Zusammenspiel von Architektur, Betrieb und Organisation wirken und wie steuerbar sie bleiben.

Abraxas setzt auf souveräne Betriebsmodelle. (illustration: Patric Sandri)

IT als Ökosystem – mit Folgen für den Betrieb

IT ist kein Werkzeugkasten, sondern ein gewachsenes Ökosystem. Architekturen, Integrationen,  Betriebsmodelle und Prozesse greifen ineinander. Abhängigkeiten entstehen nicht durch einzelne Technologien, sondern durch ihre Einbettung. Gerade im Betrieb verfestigen sich Strukturen – oft schleichend, aber mit langfristiger Wirkung.

Für die öffentliche Hand ist das zentral: Leistungen müssen verlässlich erbracht werden – auch bei veränderten Rahmenbedingungen. Digitale Souveränität bedeutet deshalb vor allem Handlungsfähigkeit unter Risiko. Der Massstab ist nicht ein theoretisches Exit-Szenario, sondern die reale Reaktionsfähigkeit: Wie schnell kann ein Service ersetzt oder angepasst werden?

Organisation schafft Souveränität

Diese Fähigkeit entsteht nicht durch Technologie allein. Sie basiert auf klaren Architekturentscheidungen, tragfähigen Betriebsmodellen und vorhandenen Kompetenzen. Offene Technologien schaffen Spielräume, aber nur, wenn Betrieb und Verantwortung sauber geregelt sind.

Digitale Souveränität ist damit kein Endzustand, sondern eine kontinuierliche Gestaltungsaufgabe. Für Abraxas bedeutet das: IT-Services so zu betreiben, dass Abhängigkeiten steuerbar bleiben – und die Handlungsfähigkeit jederzeit gewährleistet ist.

E-Gov-Services müssen verlässlich funktionieren – auch bei veränderten Rahmenbedingungen. Abraxas sorgt für stabile Betriebsmodelle.
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