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Mehr als 40 Prozent der Schweizer Bevölkerung nutzten 2025 künstliche Intelligenz zur Erstellung von Texten oder Bildern, bei den 15- bis 24-Jährigen sogar rund 80 Prozent. Zu diesen Ergebnissen kommt die jüngste Erhebung des Bundesamtes für Statistik (BFS) zur Internetnutzung in Schweizer Haushalten.

Von Marius Gartmann · 15. Januar 2025

In der Schweiz nutzten 2025 rund 3.2 Millionen Personen generative KI. Die Nutzung ist intensiv: Rund 70 % der Nutzenden greifen mindestens wöchentlich darauf zurück, über ein Drittel sogar täglich. Am häufigsten wird KI privat eingesetzt, gefolgt von beruflichen Zwecken; im formalen Bildungssystem liegt die Nutzungsquote bei 75 %. Dies geht aus der jüngsten Studie zur Internetnutzung des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.

Digitaler Graben bei der KI-Nutzung

Die Nutzung zeigt einen ausgeprägten digitalen Graben. Besonders verbreitet ist generative KI bei jungen Menschen und Personen mit höherem Bildungsniveau. Während knapp 80 % der 15- bis 24-Jährigen KI verwenden, sinkt der Anteil bei älteren Altersgruppen deutlich. Personen mit Hochschulabschluss nutzen KI fast viermal so häufig wie Personen ohne nachobligatorische Ausbildung. Geschlechterunterschiede bestehen vor allem bei den über 30-Jährigen.

Bedenken gegenüber Einsatz von KI entgegenwirken

Trotz der raschen Verbreitung nutzt rund die Hälfte der Bevölkerung keine generative KI. Hauptgründe sind der fehlende persönliche Nutzen sowie Datenschutz- und Sicherheitsbedenken.

Gerade diese Bedenken stehen auch einem verstärkten Einsatz von KI in der öffentlichen Hand im Weg. Eine gewisse Skepsis gegenüber einer weitergehenden Digitalisierung der Verwaltung zeigte sich auch im knappen Ausgang der Abstimmung zur E-ID. Wie dieser Zurückhaltung begegnet werden kann, zeigen wir – neben weiteren Themen – in unserer KI-Bildungsinitiative.