«Wer KI verantwortungsvoll einsetzen will, muss verstehen, was sie tut.»
Verantwortung im Wandel
KI verändert bereits heute, wie wir bei Abraxas arbeiten, Software entwickeln und Lösungen für unsere Kunden gestalten. Diesen Wandel treiben wir gezielt voran.
- Der Mensch definiert, KI setzt um: In der Softwareentwicklung zeigt sich besonders deutlich, wie KI die Rollenverteilung verändert. Beim Spec Driven Development rückt die präzise Beschreibung fachlicher Anforderungen ins Zentrum, während KI zunehmend deren technische Umsetzung übernimmt. Bei Abraxas erproben wir diesen Ansatz und nutzen KI auch, um unsere über viele Jahre gewachsenen Fachapplikationen besser zu verstehen und ihre Modernisierung zu unterstützen.
- KI entlastet, der Mensch gestaltet: Auch wir verändern mit KI unsere Arbeitsabläufe. Im Support erproben wir beispielsweise, wie KI Anfragen analysiert, Informationen aus Dokumentationen erschliesst und passende Lösungsvorschläge bereitstellt. Das Potenzial reicht weit über die Automatisierung einzelner Aufgaben hinaus: ganze Abläufe lassen sich neu gestalten und unsere Mitarbeitenden gewinnen mehr Freiraum für anspruchsvollere Aufgaben.
- KI unterstützt, der Mensch entscheidet: Grosses Potenzial bietet auch die Integration von KI direkt in unsere Fachapplikationen. Wir erproben gerade, wie KI umfangreiche Unterlagen analysiert, relevante Informationen zusammenführt und fachliche Prüfungen unterstützt. In der öffentlichen Verwaltung können solche Anwendungen die Bearbeitung komplexer Fälle vereinfachen und Entscheidungsgrundlagen verbessern. Die fachliche Beurteilung und Entscheidung bleiben beim Menschen.
- Der Mensch verantwortet, die Infrastruktur schützt: Die Verantwortung für Datenschutz und Informationssicherheit bleibt auch beim Einsatz von KI bei der Organisation und ihren Mitarbeitenden. Eine sichere und souveräne KI-Basisinfrastruktur erleichtert es ihnen, dieser Verantwortung gerecht zu werden. Bei Abraxas bauen wir dafür eine gemeinsame KI-Plattform auf, die Sicherheit und Datenschutz von Anfang an berücksichtigt. Damit reduzieren wir Risiken, erleichtern die Einhaltung der Vorgaben und behalten die Kontrolle über Daten, Modelle und Betrieb.
- KI macht Fehler, der Mensch behält die Kontrolle: KI macht Fehler – genauso wie Menschen. Entscheidend ist deshalb nicht die perfekte KI, sondern unsere Fähigkeit, Fehler zu erkennen, nachzuvollziehen und zu korrigieren. Bei Abraxas sammeln wir bereits Erfahrungen mit der systematischen Validierung von KI-Ergebnissen anhand definierter Testfälle und messbarer Qualitätskriterien. Je grösser die möglichen Auswirkungen eines Fehlers, desto wichtiger werden wirksame Kontrollen. Auch im laufenden Betrieb müssen wir die Qualität überwachen und bei Bedarf eingreifen können.
Was der Mensch künftig können muss
Die zunehmende Autonomie der KI eröffnet neue Möglichkeiten, verändert aber auch die Anforderungen an uns Menschen. Künftig werden wir weniger Arbeitsschritte selbst ausführen. Stattdessen gestalten wir die Prozesse, setzen die Ziele und steuern die Systeme.
Dafür brauchen wir weiterhin fundiertes Fachwissen, technisches Verständnis und menschliches Urteilsvermögen. Denn wer KI verantwortungsvoll einsetzen will, muss auch künftig verstehen und beherrschen, was sie tut.
Je autonomer KI handelt, desto wichtiger wird unsere Fähigkeit, sie zu gestalten, zu kontrollieren und zu korrigieren. Die Verantwortung bleibt beim Menschen.
Über Simon Spalinger
Seit August 2026 leitet Simon Spalinger als Geschäftsleitungsmitglied den Bereich Solution Engineering von Abraxas. Zuvor gehörte er dem Verwaltungsrat an. Der Software Engineer ETH war in internationalen Führungsfunktionen bei Avaloq tätig und beschäftigte sich zuletzt mit seinem eigenen Start-up mit künstlicher Intelligenz. Der 52-jährige Familienvater lebt mit seiner Frau und drei Kindern in Winterthur.