KI-Briefing: Drohnen gegen Umweltkriminalität, KI-Assistenten im Zoll und digitale Menschen am Bahnhof

Künstliche Intelligenz eröffnet Chancen für Verwaltungen: mehr Effizienz, durchgängige Automatisierung und bessere Entscheidungsgrundlagen. Welche Trends sind relevant, welche Projekte wegweisend, und wo lohnt sich der Einsatz wirklich? Das halbjährliche KI-Briefing von Abraxas liefert den Überblick: kompakt, praxisnah und auf die Bedürfnisse der öffentlichen Hand zugeschnitten. Abraxas begleitet Sie dabei, KI sinnvoll und zielgerichtet einzusetzen.

Von Adele Dörner · 1. Juni 2026

Das Abraxas KI-Briefing für die öffentliche Hand liefert relevante Entwicklungen, Innovationen und Projekte. Damit künstliche Intelligenz für Verwaltungen echten Mehrwert generiert.

Schweiz

KI analysiert Schutzbedarf sensibler Verwaltungsdokumente

Im Kanton Bern wird mit dem «Schutzbedarfsassistenten» ein KI-gestütztes Werkzeug zur Analyse sensibler Dokumente getestet. Die Lösung erkennt schützenswerte Inhalte automatisch und schlägt eine nachvollziehbare Einstufung des Schutzbedarfs vor. Ziel ist es, Verwaltungen bei der Klassifizierung von Informationen zu unterstützen und den Aufwand für manuelle Prüfungen zu reduzieren. Der Assistent wird aktuell als Minimum Viable Product (MVP) erprobt und soll insbesondere die konsistente Bewertung von Dokumenten erleichtern.

Polizei und Justiz nutzen KI-gestützte Transkription mit «Voscriba»

Mit «SMART GOV Voscriba Transcript» bietet Abraxas eine KI-gestützte Lösung zur automatisierten Transkription von Audio- und Sprachaufnahmen für Polizei und Justiz an. Die Anwendung wandelt Gespräche, Einvernahmen und Verhandlungen automatisiert in strukturierte Texte um und unterstützt damit die effizientere Erstellung von Protokollen und Akten. Ziel ist es, den administrativen Aufwand zu reduzieren und gleichzeitig die Bearbeitung sowie Durchsuchbarkeit von Informationen zu verbessern. Die Lösung ist auf den Einsatz im behördlichen Umfeld ausgerichtet und berücksichtigt Anforderungen an Datenschutz und Informationssicherheit. SMART GOV Voscriba Transcript ist bereits bei verschiedenen Polizeikorps im Einsatz.

Mehr Informationen zu Voscriba Transcript

Fribourg setzt auf Mistral-basierten Chatbot für öffentliche Informationen

Der Kanton Fribourg hat auf fr.ch einen KI-gestützten Chatbot eingeführt, der den Zugang zu öffentlichen Informationen erleichtern soll. Die Lösung basiert auf den Sprachmodellen des europäischen Anbieters Mistral und beantwortet Fragen zu Verwaltungsinformationen direkt über die kantonale Website. Besonderer Fokus liegt auf der Nachvollziehbarkeit der Antworten: Sämtliche Ausgaben werden systematisch mit Quellenangaben versehen, damit Nutzerinnen und Nutzer die Informationen überprüfen können. Ziel ist ein niederschwelliger und transparenter Zugang zu Verwaltungsinhalten.

Mehr Informationen zum Chatbot von fr.ch

Bund testet KI-gestützte Suche für Fedlex

Die Bundeskanzlei prüft mit einem Prototypen den Einsatz einer KI-gestützten Suche auf der Plattform Fedlex. Ziel ist es, die Recherche in der Systematischen Rechtssammlung zu vereinfachen, insbesondere für Personen ohne juristische Fachbegriffe oder vertiefte Rechtskenntnisse. Statt ausschliesslich über Schlüsselwörter zu suchen, soll die KI relevante Rechtsquellen anhand natürlicher Sprache identifizieren und passende Treffer verlinken.

Mehr Informationen zur KI-Suche für Fedlex

Zollverwaltung entwickelt KI-Chatbot als zentrale Wissensquelle

Das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) entwickelt mit «AMIA» einen KI-gestützten Assistenten zur Unterstützung von Mitarbeitenden mit Kundenkontakt. Der Chatbot soll als zentrale Wissensquelle («Single Source of Truth») dienen und den Zugriff auf fragmentierte Fachinformationen vereinfachen. Hintergrund sind jährlich rund 140’000 Anfragen an die Zollauskunft sowie ein breites und komplexes Aufgabengebiet auf den Zollstellen. Die Lösung verknüpft bestehende Wissensquellen und Standardantworten mit generativer KI, um konsistente und nachvollziehbare Auskünfte bereitzustellen. Ziel ist es, die Qualität und Konsistenz von Antworten zu verbessern und gleichzeitig die Rechercheaufwände für Mitarbeitende zu reduzieren. Bis Ende 2026 sind mehrere MVPs vorgesehen, darunter eine interne Lösung für die Auskunftszentrale sowie eine validierte FAQ-Datenbank für Externe.

Abraxas entwickelt KI-Lernpfad für die öffentliche Verwaltung

Abraxas bietet mit einem modular aufgebauten KI-Lernpfad ein Schulungsangebot für Mitarbeitende und Führungskräfte der öffentlichen Verwaltung an. Der Lernpfad vermittelt Grundlagen zu generativer KI, möglichen Einsatzfeldern im Verwaltungsalltag sowie zu Chancen, Risiken und Governance-Fragen. Ziel ist es, Verwaltungen beim kompetenten und sicheren Umgang mit KI-Technologien zu unterstützen und internes Wissen systematisch aufzubauen. Die Schulungsangebote richten sich an unterschiedliche Zielgruppen und kombinieren strategische Einordnung mit praxisnahen Anwendungen.

Mehr Informationen zum KI-Lernpfad

Künstliche Intelligenz eröffnet Verwaltungen neue Chancen.
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International: Europa

Frankreich testet KI-Assistenten auf Basis von Mistral in Ministerien

Frankreich startet einen breiten Praxistest für einen generativen KI-Assistenten in mehreren Ministerien. Die Lösung basiert auf den Sprachmodellen des französischen Anbieters Mistral und wird bis Juni 2026 von rund 2500 Mitarbeitenden erprobt. Unterstützt werden typische Verwaltungsaufgaben wie das Verfassen von Texten, die Analyse von Dokumenten, Recherchen oder die Vorbereitung von Besprechungen. Mit dem Pilot verfolgt Frankreich das Ziel, generative KI kontrolliert in den Arbeitsalltag der Verwaltung zu integrieren und gleichzeitig auf europäische KI-Technologie zu setzen.

KI wandelt Verwaltungsabläufe automatisch in Prozessmodelle um

Sieben deutsche Städte testen im Rahmen eines Pilotprojekts den Einsatz von KI zur Unterstützung des kommunalen Prozessmanagements. Mitarbeitende können Prozesse per Sprache oder Chat beschreiben, worauf die KI daraus grafische Prozessmodelle nach dem Standard BPMN 2.0 sowie standardisierte Verwaltungslogiken erstellt. Ziel ist es, Verwaltungsprozesse schneller zu dokumentieren, zu strukturieren und für die digitale Umsetzung nutzbar zu machen. Das Projekt ist Teil des deutschen «Agentic AI Hub» und untersucht, wie generative KI bei der Standardisierung und Modernisierung kommunaler Abläufe unterstützen kann. Auch Abraxas verfügt über KI-gestützte Ansätze zur Erstellung von BPMN-Prozessmodellen. Weitere Informationen sind auf Anfrage erhältlich.

Deutschland testet KI für die automatisierte Verarbeitung von Behördenpost

Im deutschen Neckar-Odenwald-Kreis wird der Einsatz der KI-Lösung «lector.ai» zur automatisierten Verarbeitung eingehender Behördenpost getestet. Die Plattform verarbeitet Dokumente aus Scans, E-Mails und dem besonderen elektronischen Behördenpostfach (beBPo) und übernimmt deren Klassifizierung, Trennung und Zuordnung. Ziel ist es, manuelle Sortierarbeiten im Posteingang zu reduzieren und die Bearbeitung eingehender Dokumente effizienter zu gestalten. Das Pilotprojekt ist Teil des deutschen «Agentic AI Hub» und untersucht, wie generative KI standardisierte Verwaltungsprozesse im Hintergrund automatisieren kann. Abraxas bietet ebenfalls Lösungen für die digitale Postbearbeitung und KI-gestützte Dokumentenprozesse an, um eingehende Informationen effizienter zu verarbeiten und Verwaltungsabläufe zu entlasten.

Deutschland erprobt KI zur Plausibilisierung von Verkehrsdaten

Deutschland testet den Einsatz von KI zur automatisierten Überprüfung von Verkehrsdaten. Die Lösung analysiert eingehende Datensätze, erkennt Muster und markiert Werte, die statistisch oder logisch nicht plausibel erscheinen. Ziel ist es, fehlerhafte oder unvollständige Verkehrsdaten schneller zu identifizieren und die Qualität der Datengrundlage für Planung, Steuerung und Analysen zu verbessern. Der Ansatz soll insbesondere bei grossen Datenmengen eine effizientere und konsistentere Prüfung ermöglichen.

Mehr Informationen zur KI-gestützten Plausibilisierung von Verkehrsdaten

KI-gestützter «Digital Human» informiert Reisende in England

Im englischen Southport bei Liverpool wurde mit «Jimmy» ein sogenannter «Digital Human» für die Besucherinformation eingeführt. Der KI-gestützte Avatar begrüsst Reisende am Bahnhof und beantwortet Fragen zu Transportverbindungen, Orientierung sowie lokalen Sehenswürdigkeiten. Ziel ist es, öffentliche Informationen niederschwellig und interaktiv bereitzustellen und Besucherinnen und Besucher direkt vor Ort digital zu unterstützen. Die Lösung dient als KI-basierte Schnittstelle zwischen Bevölkerung, Tourismus und öffentlichen Dienstleistungen.

England prüft KI-Transkriptionen für Gerichtsverfahren

England untersucht den Einsatz von KI zur automatisierten Transkription von Gerichtsverfahren. Audioaufnahmen aus Verhandlungen sollen mithilfe generativer KI schneller in schriftliche Protokolle umgewandelt werden. Ziel ist es, Gerichtsunterlagen effizienter bereitzustellen und den Zugang zu Justizinformationen für Betroffene, etwa Opfer oder Beteiligte eines Verfahrens, zu verbessern. Gleichzeitig soll geprüft werden, wie KI-gestützte Transkriptionen die Arbeitsbelastung im Justizbereich reduzieren können.

Deutschland pilotiert KI zur Unterstützung aufenthaltsrechtlicher Fallbearbeitung

Mit «G:aufenthalt» pilotiert Deutschland den Einsatz von KI zur Unterstützung komplexer aufenthaltsrechtlicher Verfahren. Die Lösung unterstützt Mitarbeitende in Ausländerbehörden bei der Auswahl passender Aufenthaltstitel, analysiert Fallkonstellationen, erkennt ähnliche Muster und liefert praxisnahe Handlungsempfehlungen. Zusätzlich stellt die Plattform strukturierte Wissensdatenbanken und standardisierte Bearbeitungsverfügungen bereit, um rechtliche Prüfungen konsistenter und nachvollziehbarer zu gestalten. Die KI dient dabei als unterstützendes Werkzeug für die Entscheidungsfindung – die finale Entscheidung verbleibt bei der Behörde.

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Deutschland veröffentlicht Open-Source-KI für verständlichere Behördensprache

Mit «Behörden-KlarText» stellt Deutschland eine Open-Source-Anwendung zur Verfügung, die Verwaltungstexte automatisch in verständlichere Sprache umformuliert. Die KI-Lösung soll Behörden dabei unterstützen, Schreiben, Informationen und Formulare einfacher und zugänglicher zu gestalten. Ziel ist eine verständlichere Kommunikation zwischen Verwaltung und Bevölkerung sowie ein niederschwelliger Zugang zu öffentlichen Informationen. Die Anwendung wurde als kostenlose Open-Source-Lösung veröffentlicht und kann von Behörden nachgenutzt und weiterentwickelt werden.

England kombiniert Drohnen und KI gegen Umweltkriminalität

Die britische Environment Agency setzt Drohnen und KI-gestützte Bildanalyse ein, um illegale Müllentsorgung und Umweltkriminalität schneller zu erkennen. Luftaufnahmen werden automatisiert ausgewertet, um verdächtige Aktivitäten, unerlaubte Ablagerungen oder Veränderungen auf betroffenen Flächen zu identifizieren. Ziel ist es, Kontrollen effizienter durchzuführen und Ermittlungen gezielter zu unterstützen. Die Kombination aus Drohnentechnologie und KI soll Behörden helfen, Umweltverstösse frühzeitig zu erkennen und Ressourcen präziser einzusetzen.

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Studie: Grossbritannien misst Effizienzgewinne durch generative KI in der Verwaltung

Grossbritannien gehört zu den ersten Ländern, die Effizienzgewinne durch generative KI in der Verwaltung systematisch erfassen. In einem gross angelegten Praxistest mit 20’000 Verwaltungsmitarbeitenden wurde der Einsatz von Microsoft 365 Copilot über drei Monate untersucht. Die grössten Zeitgewinne entstanden bei der Erstellung von Dokumenten, Zusammenfassungen, Recherchen und administrativen Aufgaben. Laut den Ergebnissen sparten Mitarbeitende durchschnittlich 26 Minuten pro Arbeitstag. Parallel zeigt die Civil Service People Survey 2025, dass bereits 27 Prozent der Verwaltungsmitarbeitenden mindestens eine Stunde Arbeitszeit pro Woche durch KI einsparen. Die Effekte unterscheiden sich jedoch deutlich zwischen Behörden und Tätigkeitsbereichen: Während wissensintensive Aufgaben besonders profitieren, bleiben die Potenziale in stark standardisierten Massenprozessen geringer. Gleichzeitig weisen die Studien darauf hin, dass Qualitätskontrollen und zusätzlicher Prüfaufwand weiterhin notwendig bleiben.

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International: weltweit

Kanada setzt internen KI-Chatbot für Bundesverwaltung ein

Die kanadische Bundesverwaltung nutzt mit «CANChat» einen generativen KI-Chatbot für Mitarbeitende in mittlerweile über 20 Ministerien. Die Lösung unterstützt bei der Erstellung und Bearbeitung von Dokumenten, bei Zusammenfassungen, Recherchen sowie der Vorbereitung von Besprechungen und ist in Microsoft-Office-Anwendungen integriert. CANChat basiert auf in Kanada trainierten grossen Sprachmodellen, die den administrativen und sprachlichen Kontext des Landes berücksichtigen. Laut der Regierung werden eingegebene Daten geschützt und nicht zum weiteren Training der Modelle verwendet. 

Singapur bündelt Bahndaten in KI-Plattform «JARVIS»

Singapur setzt im Bahnverkehr auf die KI-Plattform «JARVIS», die Betriebs- und Wartungsdaten aus unterschiedlichen Systemen zentral zusammenführt und mit prädiktiven Algorithmen analysiert. Ziel ist es, Anomalien und technische Probleme frühzeitig zu erkennen, bevor Störungen entstehen. Wartungsteams können über einen Chatbot direkt mit der Plattform interagieren und erhalten schnelle Hinweise zur Fehlerursache sowie zu möglichen Massnahmen. Zusätzlich ermöglicht Geotagging eine präzise Zuordnung von Vorfällen entlang des Streckennetzes, wodurch kurze Wartungsfenster effizienter genutzt werden können. Die Bezeichnung «JARVIS» lehnt sich an den digitalen Assistenten von Tony Stark aus den Iron-Man-Filmen an und positioniert die Lösung bewusst als KI-gestützten Unterstützungsassistenten für technische Teams.

Australien testet KI-Chatbot in sicherer Regierungsumgebung

Australien startet mit «GovAI Chat» eine Testphase für einen generativen KI-Chatbot für Mitarbeitende der Bundesverwaltung. Die Plattform integriert kommerzielle Modelle wie ChatGPT und Claude in eine zentral verwaltete Regierungsumgebung und soll alltägliche Aufgaben wie das Verfassen von Briefings, Zusammenfassungen oder die Aufbereitung von Dokumenten unterstützen. Besonderer Fokus liegt auf Sicherheit und Datenhoheit: GovAI Chat wird innerhalb australischer Regierungsinfrastruktur betrieben, nutzt zentrale Governance- und Sicherheitsvorgaben und soll den Umgang mit sensiblen Verwaltungsdaten kontrolliert ermöglichen. Die aktuelle Alpha-Phase richtet sich an Mitarbeitende verschiedener Behörden, die den Dienst im Arbeitsalltag testen und durch Feedback weiterentwickeln sollen. 

Singapur betreut chronisch Erkrankte per KI-Chatbot über WhatsApp

Singapur setzt mit «CHAMP» einen KI-gestützten Chatbot zur Betreuung von Patientinnen und Patienten mit chronischen Erkrankungen ein. Die Lösung kommuniziert über WhatsApp und benötigt dadurch keine zusätzliche Benutzeroberfläche oder App. Nutzerinnen und Nutzer übermitteln Gesundheitswerte direkt im Chat, die anschliessend mit elektronischen Patientenakten verknüpft werden. Auf Basis von 27 Variablen erstellt das System Risikobewertungen und versendet gezielte Erinnerungen oder Verhaltenshinweise. Der ursprünglich 2022 eingeführte Dienst wurde 2025 mit dem «Best in AI-Driven Healthcare Innovation Award» ausgezeichnet und gilt in Singapur als skalierbares Instrument für das Gesundheitsmanagement. Der Einsatz von Messaging-Diensten und die enge Verknüpfung sensibler Gesundheitsdaten zeigen zugleich deutliche Unterschiede zu europäischen Datenschutz- und Governance-Ansätzen.

Weitere Informationen zu «CHAMP»

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Technologie

Universität Zürich entwickelt Open-Source-KI für rätoromanische Idiome

Die Universität Zürich entwickelt mit «Alas» ein Open-Source-Sprachmodell zur Verarbeitung rätoromanischer Idiome. Die KI wurde gezielt auf verschiedene Sprachvarianten trainiert, um Übersetzungen, Textverarbeitung und die digitale Nutzung des Rätoromanischen zu verbessern. Ziel ist es, die sprachliche Vielfalt digital besser abzubilden und kleinere Sprachgemeinschaften technologisch stärker zu unterstützen. Der Ansatz zeigt, wie generative KI auch für regionale und weniger verbreitete Sprachen eingesetzt werden kann.

Ostschweizer Kantone analysieren gemeinsame KI-Anwendungsfelder

Mehrere Ostschweizer Kantone prüfen gemeinsam Einsatzmöglichkeiten von künstlicher Intelligenz in der Verwaltung. Im Rahmen einer gemeinsamen Analyse wurden über 120 potenzielle Anwendungsfälle identifiziert und hinsichtlich Nutzen, Umsetzbarkeit und Priorisierung bewertet. Im Fokus stehen insbesondere Effizienzgewinne, Automatisierungspotenziale und die Unterstützung administrativer Prozesse. Die Zusammenarbeit zeigt, dass Kantone KI zunehmend als strategisches Querschnittsthema betrachten und gemeinsame Grundlagen für den zukünftigen Einsatz schaffen wollen. 

Zentrum SDSC soll digitale Souveränität und KI im öffentlichen Sektor stärken

Das Swiss Data Science Center (SDSC) baut seine Aktivitäten zur Förderung von künstlicher Intelligenz und digitaler Souveränität in der Schweiz aus. Das Zentrum positioniert sich als Plattform für die Entwicklung und Nutzung vertrauenswürdiger KI-Lösungen im öffentlichen Sektor und unterstützt Behörden, Forschung und Wirtschaft bei der Umsetzung datengetriebener Anwendungen. Im Fokus stehen offene Technologien, sichere Dateninfrastrukturen sowie der Aufbau von Kompetenzen rund um KI und Data Science.

Basel-Stadt investiert in KI und digitale Verwaltungsinfrastruktur

Der Kanton Basel-Stadt stellt mehrere Millionen Franken für den Ausbau von Digitalisierung und künstlicher Intelligenz in der Verwaltung bereit. Mit den Investitionen sollen technische Grundlagen modernisiert und neue KI-Anwendungen ermöglicht werden. Im Fokus stehen unter anderem effizientere Verwaltungsprozesse, die Nutzung generativer KI sowie der Ausbau digitaler Arbeitsinstrumente für Mitarbeitende. Der Entscheid zeigt, dass Verwaltungen zunehmend gezielt in Infrastruktur und organisatorische Voraussetzungen investieren, um KI langfristig in den Verwaltungsalltag zu integrieren.

USA diskutieren staatliche Prüfverfahren für leistungsfähige KI-Modelle

In den USA wird über staatliche Prüfverfahren für leistungsfähige KI-Modelle diskutiert. Hintergrund sind wachsende Sorgen über Cyberrisiken, Missbrauchsmöglichkeiten und den potenziellen Einsatz generativer KI für Angriffe auf kritische Infrastrukturen. Medienberichten zufolge prüfen US-Behörden, ob neue Modelle vor der Veröffentlichung verpflichtend getestet oder bewertet werden sollen. Diskutiert werden unter anderem Sicherheitsprüfungen, Risikoanalysen und staatliche Kontrollmechanismen für besonders leistungsfähige Systeme. Die Debatte zeigt die zunehmende Spannung zwischen Innovationsförderung, nationaler Sicherheit und regulatorischer Kontrolle. Kritiker warnen gleichzeitig vor weitreichenden staatlichen Eingriffen, unklaren Zuständigkeiten sowie möglichen Auswirkungen auf offene Forschung und technologische Wettbewerbsfähigkeit.

Österreich organisiert KI-Hackathon im Bundeskanzleramt

Das österreichische Bundeskanzleramt hat gemeinsam mit TU Austria einen KI-Hackathon zur Entwicklung neuer Verwaltungslösungen durchgeführt. Aus über 200 Bewerbungen wurden 25 Studierende, Nachwuchstalente sowie Expertinnen und Experten ausgewählt, die in interdisziplinären Teams an konkreten KI-Prototypen für die öffentliche Verwaltung arbeiteten. Im Fokus standen praxisnahe Anwendungen etwa für Open Data, Förderprozesse, barrierefreie Dokumente oder Verwaltungsservices. Der Anlass zeigt, dass Verwaltungen zunehmend auf offene Innovationsformate und die Zusammenarbeit mit Wissenschaft und Technologiepartnern setzen, um neue KI-Anwendungen schneller zu entwickeln und zu testen.

Anthropic beschränkt Zugang zu Cybersecurity-Modell «Mythos»

Das KI-Unternehmen Anthropic hat mit «Claude Mythos Preview» ein leistungsfähiges KI-Modell vorgestellt, das Sicherheitslücken in Software eigenständig identifizieren und teilweise auch ausnutzen kann. Laut Anthropic sowie ersten Partnerorganisationen entdeckt das Modell komplexe Schwachstellen in grossen Codebasen deutlich effizienter als bisherige Systeme. Aufgrund der hohen Cybersecurity-Fähigkeiten wird der Zugang aktuell nur ausgewählten Technologieunternehmen, Sicherheitsorganisationen und staatlichen Stellen gewährt. Internationale Behörden und Finanzinstitutionen beobachten die Entwicklung zunehmend kritisch, da solche Modelle sowohl die Verteidigung als auch potenzielle Angriffe auf digitale Infrastrukturen beschleunigen könnten. Die Diskussion um «Mythos» verdeutlicht, dass leistungsfähige KI-Modelle zunehmend als Sicherheits- und Governance-Thema betrachtet werden – nicht nur als Produktivitätswerkzeug.